Philippe Manoury: Kein Licht

Münchner Kammerspiele, München, Deutschland

 

Mit dem Musiktheaterprojekt Kein Licht streben der Komponist Philippe Manoury und der Regisseur Nicolas Stemann, seit der Spielzeit 2015/2016 Hausregisseur der Münchner Kammerspiele, einen Kurzschluss aus Musik und Sprechtheater, einen Dialog aus Musik und Sprache an. Das von der Pariser Opéra Comique in Auftrag gegebene Werk wird 2017 im Rahmen der Ruhrtriennale uraufgeführt. Nach weiteren Aufführungen u.a. in Paris und Zagreb wird es, gefördert durch die EvS Musikstiftung, für eine Serie von acht Vorstellungen in das Repertoire der Münchner Kammerspiele aufgenommen. Partner hierbei sind die Münchner Philharmoniker.

Elfriede Jelineks Kein Licht, entstanden als Reaktion auf die Reaktorkatastrophe von Fukushima, bietet den Stoff für die szenische Arbeit. Bei der musik-theatralischen Umsetzung wird der Text nicht nur als zu vertonendes Libretto betrachtet, vielmehr soll der Text mit Musik konfrontiert werden und umgekehrt. Das Werk entsteht in einem Wechsel aus kompositorischem und szenischem Kreationsprozess. Dadurch ergibt sich eine Mischung aus stummem Theater, Theater das von Musik begleitet wird oder auch nicht, gesungenem Theater („Sprechmelodie“), gesungener Oper (mit instrumentaler und/oder elektronischer Musik) und instrumentaler Musik (ohne Stimme). Für das Zusammenspiel all dieser Elemente hat Philipp Manoury den Begriff „Thinkspiel“ formuliert.

 

Ende der Spielzeit 2017/2018
Münchner Kammerspiele, München

 

Weitere Informationen
www.muenchner-kammerspiele.de