räsonanz – Luzern 2021

Bamberger Symphoniker

Die Bamberger Symphoniker feiern 2021 ihren 75. Geburtstag: Gegründet wurden sie im Frühjahr 1946, als sich ehemalige Mitglieder der Deutschen Philharmonie Prag in der historischen Stadt an der Regnitz wiedertrafen und einen neuen Klangkörper konstituierten. Erster Chefdirigent bis zu seinem Tod im Jahr 1968 war Joseph Keilberth; ihm folgten Eugen Jochum, James Loughran sowie Horst Stein, ehe Jonathan Nott im Januar 2000 für 16 Jahre die künstlerische Verantwortung übernahm. Seit der Spielzeit 2016/17 steht Jakub Hrůsa an der Spitze der Bamberger Symphoniker. Neben ihm bekleiden Herbert Blomstedt und Christoph Eschenbach als Ehrendirigenten eine herausgehobene Position.

Im Laufe ihrer Geschichte haben die Bamberger Symphoniker mehr als 7.000 Konzerte in über sechzig Ländern gegeben. Sie traten bei den Salzburger Festspielen, beim Edinburgh Festival, bei den BBC Proms in London und im New Yorker Lincoln Center auf, bereisten Nordamerika, China, Japan und Taiwan. Jakub Hrůsa erarbeitet mit den Musiker*innen ein breites Repertoire, das auch auf die geschichtlichen Wurzeln des Orchesters Bezug nimmt und die tschechische Musik akzentuiert. Seit 2014 werden im Rahmen des «Encore»-Projekts Aufträge an zeitgenössische Komponist*innen vergeben, mit der Massgabe, «populäre» Stücke zu schreiben. Auch im Bereich der Nachwuchsförderung sind die «Bamberger» aktiv: Seit 2004 richten sie den Dirigierwettbewerb der Mahler Competition aus, seit 2010 verfügen sie über eine eigene Orchesterakademie. Für ihre Einspielungen wurden sie vielfach ausgezeichnet; 2020 erhielten sie die Bayerischen Staatspreis für Musik.

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Juli 2021