räsonanz – München 2024

Stefan Blunier

Stefan Blunier ist seit Anfang 2021 Chefdirigent des Orquestra Sinfónica de Porto Casa da Música. Neben seinem Engagement in Porto dirigierte er das Orchestre de la Suisse Romande, das Berner Symphonieorchester, das Staatsorchester Darmstadt, das Symphonieorchester der Oper Toulon und das Symphonieorchester Singapur. Mit Verdis Macbeth kehrte er an die Deutsche Oper am Rhein zurück.

Nach dem großen Erfolg der Neuproduktion von Bergs Wozzeck am Grand Théâtre de Genève im Jahr 2017 wurde Blunier sofort eingeladen, eine Neuproduktion von Der Zigeunerbaron zu leiten. Anschließend dirigierte er Lohengrin an der Oper Frankfurt, wo er auch mit Daphne, Tristan und Isolde und Carmen erfolgreich war. Er ist häufig Gast an der Deutschen Oper Berlin, wo er zuletzt Carmen, Salome und Die Fledermaus interpretierte. Er dirigierte Poulencs Dialogues des Carmélites an der Hamburgischen Staatsoper, Les contes d’Hoffmann an der Den Norske Opera (Oslo) und der Komischen Oper Berlin sowie eine Neuproduktion von Schrekers Der ferne Klang an der Royal Swedish Opera.

Mit Produktionen wie Eugen d’Alberts Der Golem und Schrekers Irrelohe verhalf Stefan Blunier in seiner Zeit als Generalmusikdirektor der Stadt Bonn bis 2016 dem Beethoven Orchester und der Oper Bonn zu überregionaler Bekanntheit. Beide Opern sind bei Dabringhaus & Grimm erschienen und wurden mehrfach ausgezeichnet: mit dem ECHO 2011 (Golem) und 2012 (Irrelohe) sowie mit dem Deutschen Kritikerpreis für Diskographie 2012 (Irrelohe). Mit dem Orquestra Sinfónica de Porto Casa da Música hat er bereits eine beeindruckende Diskografie mit selten gespielten Werken von Anton Bruckner, Franz Liszt und Franz Schmidt aufgenommen und einen Beethoven-Zyklus geschaffen.

Als Operndirigent gastierte Stefan Blunier u.a. in München, Hamburg, Leipzig, Stuttgart, Montpellier, Oslo, Bern und London. Als Gastdirigent leitete er praktisch alle deutschen Rundfunk-Sinfonieorchester, das Gewandhausorchester Leipzig, die Duisburger Symphoniker, das Frankfurter Opern- und Museumsorchester und viele Orchester in Dänemark, Belgien, Ostasien, der Schweiz und Frankreich. In jüngster Zeit dirigierte er das NHK Symphony (Japan), das BBC Scottish Symphony, das National Symphony of Ireland, die Stuttgarter Philharmoniker, das Orquestra Sinfónica de Porto Casa da Música, die Philharmonien von Rheinland-Pfalz und Südholland, das norwegische Rundfunkorchester und das Century Symphony Orchestra in Osaka. Neben seinen Engagements in Bonn war er von 2010 bis 2013 Erster Gastdirigent des Nationalorchesters von Belgien.

Stefan Blunier wurde in Bern (Schweiz) geboren und studierte Klavier, Horn, Komposition und Orchesterdirigieren in Bern und an der Folkwang Universität in Essen. Er ist der Gründer des Ensembles für Neue Musik Essen. Nach erfolgreicher Teilnahme an den Dirigierwettbewerben von Besançon und Malko wurde er stellvertretender Chefdirigent in Mannheim und Musikdirektor und Chefdirigent in Darmstadt (2001–2008), bevor er seine Stelle als Generalmusikdirektor der Beethoven Oper und des Orchesters in Bonn antrat (2008–2016).