räsonanz – Luzern 2026

Hans Werner Henze

Hans Werner Henze war zweifellos einer der bedeutendsten Komponisten seiner Zeit. Über 59 Jahre in Italien lebend, hat er seine eigene Tonsprache entwickelt, die vom italienischen Lebensgefühl geprägt ist. Henzes Musik, die, wie er selber sagte, „vom Theater ausgeht“, bezieht immer auch politisch Stellung, und aus ihr und in ihr sprechen die großen humanitären Anliegen in berührender Weise.

Die meisten seiner 15 Opern haben schnell Eingang ins internationale Repertoire gefunden. Die Kompletteinspielung seiner 10 Sinfonien bei WERGO mit dem Rundfunksinfonieorchester Berlin unter Marek Janowski sieht ihrer Vollendung entgegen. Sein Werkverzeichnis enthält Stücke aller musikalischen Gattungen.

Mit dem Cantiere Internazionale d’Arte Montepulciano und der Münchener Biennale – Internationales Festival für Neues Musiktheater hat Henze als Pädagoge und Förderer junger Kolleg*innen zwei Festivals geschaffen, die den Beginn bedeutender Karrieren markieren und aus dem internationalen Kulturleben nicht mehr wegzudenken sind.

Hans Werner Henze hat zahlreiche Ehrungen erhalten, darunter 1990 den Ernst von Siemens Musikpreis, mehrere Ehrendoktorwürden, den „Praemium Imperiale“ des Kaiseers von Japan, das Große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und die Ernennung zum „Chevalier de la Légion d’honneur“.
Bis zu seinem Tode war er im Musikleben aktiv, zuletzt als „Capell-Compositeur“ der Dresdner Staatskapelle.

Hans Werner Henze im Archiv der Ernst von Siemens Musikstiftung

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