räsonanz – Luzern 2026

Programm

Montag, 7. September 2026 | 19.30 Uhr | KKL Luzern, Konzertsaal

Einführung im Konzert:
Joana Mallwitz im Gespräch mit Sebastian Nordmann

Hans Werner Henze (1926–2012)
Sinfonia N. 9 für gemischten Chor und Orchester. Dichtung auf Anna Seghers’ Roman Das siebte Kreuz von Hans-Ulrich Treichel

 

Konzerthausorchester Berlin

Rundfunkchor Berlin
Florian Helgath, Choreinstudierung

Joana Mallwitz Dirigentin

Eine fast einstündige Neunte Sinfonie mit Chor und großem Orchester: Wer denkt da nicht an Beethoven? Doch „statt die Freude, den schönen Götterfunken zu besingen“, evoziere er in seiner Sinfonia N. 9 eine „Welt des Grauens und der Verfolgung, die weiterhin ihre Schatten wirft“, erklärte Hans Werner Henze. Zugrunde liegt Anna Seghers’ antifaschistischer Jahrhundertroman Das siebte Kreuz: Sieben Häftlinge fliehen in Nazi-Deutschland aus einem Konzentrationslager, nur einer von ihnen kann sich in die Freiheit retten. Eindringlich und mit großem Einfühlungsvermögen zeichnet Henze die Todesangst der Flüchtenden und die Brutalität der Verfolgung nach: „eine Apotheose des Schrecklichen und Schmerzlichen“ und zugleich „Ausdruck der allergrößten Verehrung für die Leute, die Widerstand geleistet haben in der Zeit des nazifaschistischen Terrors“.

Das Konzerthausorchester Berlin und seine gefeierte Chefdirigentin Joana Mallwitz geben mit Henzes erschütterndem Bekenntniswerk ihren Einstand bei Lucerne Festival. Und weil Joana Mallwitz nicht nur eine begeisternde Dirigentin ist, sondern auch ohrenöffnend über Musik zu sprechen versteht, wird sie zu Beginn des Konzerts selbst in die Sinfonie einführen.

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