Kompositionsaufträge an Rodolfo Acosta, Claudia Sofia Alvarez und Ana Maria Rodriguez
NazDúo, Lima (PE)
Auf welche Weise findet Kommunikation in einem Kammermusikkonzert statt? Wie werden Botschaften zwischen den Musikern und dem Publikum übertragen? Außerhalb der physischen, performativen Handlungen eines Musikers und seines Instruments findet eine außermusikalische Konversation zwischen der Musik, den Künstler*innen und dem Publikum statt. How it really is, ein zeitgenössisches Kammermusikprojekt, versucht, diese zugrunde liegenden kommunikativen Elemente zu erforschen.
Mit Unterstützung der Ernst von Siemens Musikstiftung vergibt How it really is Aufträge für neue Werke an die Komponist*innen Rodolfo Acosta, Claudia Sofia Alvarez und Ana Maria Rodriguez, die von Musiker*innen aus Kolumbien, Deutschland und Peru aufgeführt werden. Das Projekt nutzt Technologie, um das zentrale Thema der Kommunikation zu erforschen. Während der Aufführung werden verschiedene Kameraperspektiven – Nahaufnahmen und Kamerafahrten – auf das Publikum projiziert. Die Perspektiven ermöglichen es dem Publikum, die Ereignisse auf der Bühne durch die Augen der Darsteller zu erleben, was zu einem subjektiveren, emotionaleren Konzerterlebnis führt. Neben Stücken der drei beauftragten Komponist*innen werden bei den Konzerten auch Werke aus den frühen 70er Jahren aufgeführt, einer Zeit der Rebellion und Diskussion in den darstellenden Künsten.
Als kultureller Austausch zwischen Kolumbien, Deutschland und Peru untersucht „How it really is“ kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Kunst der Kammermusik. Alle Ähnlichkeiten und Widersprüche tragen zum Ziel des Projekts bei, mehrere Perspektiven zu präsentieren und die interkulturelle Kommunikation zu stärken.
Weitere Informationen:
linktr.ee/Nazduo
Termine
20. November 2025
NOS-Theater PUCP, Lima, Peru
21. November 2025
NOS Theatre PUCP, Lima, Peru