Andreas Manitis
Kompositionsauftrag an Michalis Paraskakis
False Relationships and the Extended Endings Ensemble, Basel (CH)
Der griechische Komponist Michalis Paraskakis verbindet in seiner kompositorischen Arbeit strukturelle Klarheit mit expressiver Intensität. In seinen zeitgenössischen Kompositionen setzt er sich insbesondere mit modalem Denken und rhythmischen Strukturen des östlichen Mittelmeerraums auseinander.
Das Ensemble False Relationships and the Extended Endings beauftragt Michalis Paraskakis mit einem neuen Werk für Streichtrio, das sich mikrointervallischen Wechselwirkungen widmet. Aufgeführt wird es in der transdisziplinären Konzertreihe ECHOS – Byzantine Reflections: From Microtonality to Performance.
Der Titel verweist auf den Begriff „echos“, der in der byzantinischen Musiktheorie einen der acht Modi des Oktoechos bezeichnet. In der Konzertreihe wird das konzeptionelle, strukturelle und performative Potenzial modalen Denkens in der zeitgenössischen Komposition ausgelotet. Im Zentrum steht die Frage, wie strukturierte Tonsysteme in verkörperte Klanghandlungen überführt werden können. Mikrotonalität wird dabei nicht als rein technischer Effekt verstanden, sondern als Mittel der Wahrnehmung und Dramaturgie, das festgelegte Stimmungssysteme destabilisiert und neue Ausdrucksräume eröffnet.
Weitere Informationen:
falserelationsensemble.com
Termine
25. November 2026
H95, Basel
27. November 2026
Villa Boveri, Baden
30. November 2026
ONO Das Kulturlokal, Bern